vision:teilen international auf Reisen

Eindrücke und Erlebnisse unserer Projektleiterin in Kenia

 

Erst vor kurzem war Mina, die neue Leitung von vision:teilen international, auf einer Reise quer durch Kenia. Dort lernte sie viele unserer Projektpartner persönlich kennen und besuchte auch viele Projekte direkt vor Ort!

Um unseren Unterstützern einen Einblick in unsere Partnerschaften und Arbeit zu geben, berichtet sie hier von ihren Eindrücken:

 

Projektreise Kenia - November 2022

 

„Los ging die Reise in Nairobi. Nach einem herzlichen Empfang vom Vorsitzenden des vision:teilen Kenya Secreteriat, Fr. Raphael Mangiti, hieß es erstmal ankommen, ausruhen und eine erste Bestandsaufnahme: Wie sieht es aktuell mit der landesweiten Dürre aus? Welche Projektbesuche stehen an? Welche Partner werde ich treffen? 

 

Am nächsten Morgen ging es dann ins ca. neun Autostunden entfernte Karungu am Victoriasee, wo ich in den kommenden drei Tagen diverse Projekte besuchte. Darunter war eine Grundschule, ein Ausbildungszentrum für Schneider und Friseure, das Jugendlichen Ausbildungsplätze bietet und  ein Waisenhaus, für das vision:teilen international mehrere Wassertanks beigesteuert hat. Die Wassertanks speichern erfolgreich das Regenwasser - wenn es denn regnet - sowie das hochgepumpte Grundwasser. Jedoch kommt aus dem vorhandenen Wasserloch kaum noch Wasser und es muss tiefer gebohrt werden. Die Problematik ist im ganzen Land verbreitet und eine Folge der immer weiter fortschreitenden Dürre.

Eine weitere Station war die Besichtigung des Sonnenblumenprojektes, das mithilfe der W.P. Schmitz-Stiftung realisiert wurde. 75 Familien bauen hierfür Sonnenblumen an und verfügen durch den Verkauf der Kerne über eine neue Einkommensgrundlage. Mit dem Öl in Bio-Qualität wird die lokale Bevölkerung versorgt. Auch hier ist die Herausforderung die Dürre, die zu Ernteverlusten führt.

Zwei weitere interessante Projekte mit landwirtschaftlichem Fokus waren die Amani Bridge Aufwaldungsstation samt Bienenzucht und die Boresha Öko-Farm. Beide Projekte schulen die lokale Bevölkerung in ökologischer und nachhaltiger Landwirtschaft und vertreiben Setzlinge, pflanzliche Pestizide, Dünger, etc. und tragen so zu einer umweltfreundlichen Landwirtschaft bei.

 

Am vierten Tag nahm ich an einem Workshop zum Thema „Projektantragsstellung“ teil, zu dem Ordensbrüder und -schwestern aus ganz Kenia anreisten. Nach dem tagesfüllenden theoretischen input gab es abends ausreichend Zeit für persönliche Gespräche mit den Workshop Teilnehmern, in denen wir aktuelle Bedarfe und Projektvorschläge genauer besprechen konnten. 

Nach insgesamt drei Tagen am Victoriasee ging es dann wieder ins Hochgebirge nach Nairobi. Auf einem Zwischenstopp in der quirligen Stadt Nakuru traf ich kurz die Ausbilder und Teilnehmer einer Backschulung, die wir unterstützt haben. Als süßen Proviant für die weitere Reise durfte ich einen von den Auszubildenden gebackenen Kuchen mitnehmen – ein leckeres Dankeschön.

Zurück in Nairobi ging es am nächsten Morgen dann weiter zu den Little Sisters of St. Francis, mit denen vision:teilen international immer wieder Projekte durchführt und die in Kenia vielfältige Aktivitäten im Bereich Gesundheit, Bildung, Flüchtlingshilfe etc. durchführen.

 

Der letzte Programmpunkt der Reise war ein Besuch im ca. drei Stunden entfernten, ländlichen Mweiga. In der sehr trockenen Gegend leiden die Menschen immer wieder unter Nahrungsmittelknappheit, die durch die aktuelle Dürre verschlimmert wird. Zugang zu Wasser ist der erste Schritt, um dem entgegenzuwirken und die Situation zu verbessern. Eine von uns bereits finanzierte und dringend benötigte Wasserpumpe wird nun in den nächsten Tagen angebracht, so dass ein Teil der lokalen Bevölkerung mit fließendem Wasser versorgt wird.

Die vielfältigen Projekte und die Fortschritte zu sehen, die in ihnen erzielt werden, war sehr beeindruckend. Es war toll, unsere Projektpartner persönlich kennenzulernen und zu sehen, dass wir gemeinsam so viel bewirken können.“

 

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