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Wenn Hitze zur Gefahr wird

35 Grad im Schatten. Asphalt, der flimmert. Nächte, die kaum noch Abkühlung bringen. Was für viele Menschen mit einem kühlen Getränk, einem schattigen Platz oder einer klimatisierten Wohnung zu bewältigen ist, wird für andere zur existenziellen Bedrohung.

35 Grad im Schatten. Asphalt, der flimmert. Nächte, die kaum noch Abkühlung bringen. Was für viele Menschen mit einem kühlen Getränk, einem schattigen Platz oder einer klimatisierten Wohnung zu bewältigen ist, wird für andere zur existenziellen Bedrohung.

Die aktuelle Hitzewelle macht einmal mehr deutlich: Die Folgen des Klimawandels treffen nicht alle Menschen gleichermaßen. Besonders gefährdet sind diejenigen, die ohnehin zu den Schwächsten unserer Gesellschaft gehören – Menschen ohne Obdach, bedürftige Familien und alleinlebende Seniorinnen und Senioren. Wer keinen geschützten Rückzugsort hat oder den Alltag allein bewältigen muss, ist der Hitze oft schutzlos ausgeliefert.

Hilfe bei Hitze für Obachlose

Genau dort setzt unsere Arbeit an. Beim „gutenachtbus“ sind unsere Teams an besonders heißen Tagen zusätzlich zu den regulären Abendtouren unterwegs. Zu Fuß suchen sie Schlaf- und Sammelplätze auf, verteilen Wasser, informieren über Hitzeschutz und schenken den Menschen vor allem eines: Aufmerksamkeit. Denn manchmal ist das wichtigste Zeichen der Hilfe die Gewissheit, dass jemand nach einem schaut.

Der WDR hat unser Team bei einem Hitzeeinsatz begleitet. Der entstandene Beitrag, der auch in der Lokalzeit zu sehen war, gibt einen Einblick in unsere Arbeit mit dem „gutenachtbus“ und zeigt, was es bedeutet, Menschen auf der Straße gerade an heißen Tagen zu unterstützen. Wir bedanken uns herzlich beim WDR für die Begleitung und dafür, unsere Arbeit sichtbar zu machen.

📹 WDR Lokalzeit aus Düsseldorf | 03.08.2026 ab Minute 07:40 https://sl1nk.com/6f9ugs7

🔗 WDR zum Beitrag: Hilfe bei Hitze für Obdachlose https://www1.wdr.de/nrw/duesseldorf/obdachlose-ehrenamt-hitze-100.html

Hitze in der Nachbarschaft

Auch bei „hallo nachbar!“ reagieren unsere Mitarbeitenden auf die außergewöhnlichen Temperaturen. Sie nehmen verstärkt Kontakt zu den von ihnen begleiteten Nachbarinnen und Nachbarn auf, erkundigen sich nach der Situation in den Wohnungen, geben praktische Tipps zum Umgang mit der Hitze und erinnern daran, ausreichend zu trinken. Oft ist schon ein Anruf oder ein Besuch entscheidend, damit aus einer Belastung keine gesundheitliche Notlage wird.

Gemeinsam helfen.

Diese Tage führen uns eindrücklich vor Augen, dass die Herausforderungen unserer Zeit nicht nur politische Antworten verlangen. Sie brauchen auch eine Gesellschaft, die Verantwortung füreinander übernimmt. Eine Gesellschaft, die hinsieht, statt wegzusehen. Die den Menschen nicht nach seiner Leistungsfähigkeit bewertet, sondern nach seiner Würde. Und die gerade jene nicht vergisst, die sich selbst am wenigsten schützen können.

Mit jeder Spende, jeder ehrenamtlichen Stunde und jeder Form der Unterstützung tragen Sie dazu bei, dass wir genau dort helfen können, wo Hilfe am dringendsten benötigt wird. Dafür danken wir Ihnen von Herzen.

Lassen Sie uns auch in Zukunft gemeinsam dafür sorgen, dass niemand durch das Raster fällt – nicht im Winter, nicht in der Nacht und auch nicht an den heißesten Tagen des Jahres.