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TajikAid - Bericht 2025

Medizinische Hilfe für Tadschikistan - Ein Rückblick auf das Jahr 2025

Mit dem Beginn eines neuen Jahre möchten wir einen Moment innehalten und Ihnen von Herzen Danke sagen. Ihre Unterstützung, Ihr Vertrauen und Ihre  Verbundenheit mit unserer Arbeit haben das vergangene Jahr in besonderer Weise geprägt.

Dank Ihrer großzügigen Spenden und Ihres kontinuierlichen Engagements konnten wir gemeinsam viel bewegen. Jeder Beitrag – ob groß oder klein – hat dazu beigetragen, dass unsere Arbeit Wirkung entfalten konnte.  

Dieses Engagement ist für uns nicht selbstverständlich. Es zeigt, wie viel erreicht werden kann, wenn Menschen Verantwortung füreinander übernehmen und gemeinsam an einer positiven Veränderung arbeiten. Auf den folgenden Seiten möchten wir Ihnen einen Einblick geben, was wir im vergangenen Jahr dank Ihrer Unterstützung verwirklichen konnten. Die vorgestellten Projekte stehen stellvertretend für viele weitere Schritte, die ohne Sie nicht möglich gewesen wären.

Wir freuen uns sehr, diesen Weg auch im neuen Jahr gemeinsam mit Ihnen weiterzugehen, und danken Ihnen nochmals herzlich für Ihr Vertrauen und Ihre wertvolle Unterstützung.

Herzlichen Dank für Ihre Verbundenheit
Dr. Martin Kamp - Projektleiter TajikAid

Hoffnung durch medizinische Hilfe 

Was als Einzelhilfe für Kinder mit Lippen-, Kiefer- und Gaumenspalten begann, wurde bis heute ein nachhaltiges Projekt in den Fachbereichen Kinder-Kieferchirurgie, HNO, Logopädie, Kieferorthopädie, Augenheilkunde und Psychologie.

Augenheilkunde
Durch die großzügige finanzielle Unterstützung von „Ein Herz für Kinder“ konnte im Mai 2025
eine umfangreiche medizintechnische Ausstattung an die Augenklinik des Republican Scientific-Clinical Center und den Lehrstuhl des Fachbereichs Augenheilkunde der Avicenna Universität in Duschanbe übergeben werden. 
Hierdurch wird eine erhebliche Verbesserung der Operationsmöglichkeiten von Kindern in Tadschikistan ermöglicht, die durch die bisher sehr ungenügende Ausstattung nicht versorgt werden konnten. Nun erhalten Kinder eine Chance auf einen Schulbesuch und eine Ausbildung.
TajikAid hatte im Jahr 2018 den zentralen Operationsbereich des National Medical Center in Duschanbe vollständig renoviert. 
Seit 2019 wurden dann regelmäßige Hilfs- und Ausbildungseinsätze durch das Team von Prof. Dr. Parasta aus München durchgeführt. Dass das gesamte Spektrum der Augenoperationen einschließlich dem grauen und grünen Star angeboten werden können, bedurfte einer aufwändigen Planung und Einweisung des lokalen Personals.

Und so fand die Übergabe der Materialien am 
2. Mai 2025 im Beisein des Deutschen Botschafters, des Klinikdirektors und des Gesundheitsministers statt. Es ist ein Meilenstein zur Umsetzung der nachhaltigen Entwicklung im Bereich Gesundheit und insbesondere im Bereich Inklusion. TajikAid bedankt sich bei allen, die dazu beigetragen haben.

Kinder-Kieferchirurgie
Einzelschicksale sind Geschichten von Menschen in Not, die uns oft unerwartet begegnen. Sie erzählen von Schicksalen, die zunächst ausweglos erscheinen, doch durch Solidarität und Unterstützung neue Hoffnung schöpfen.

Ein solches Schicksal ist das des 14-jährigen Idris aus Tadschikistan, der unter einer äußerst seltenen Anomalie des Gesichtsschädels litt: einer ganz besonderen Spaltbildung, bei der ein Teil des Gesichtsknochens fehlte. Prof. Parasta und sein Team aus München wurden auf diesen Fall aufmerksam und setzten sich mit uns gemeinsam für die Hilfe des Jungen ein. Nach aufwändiger Beantragung eines humanitären Visums konnte Idris an der Universitätsklinik Salzburg von Herrn Prof. Dr. Dr. Alexander Gaggl und seinem Team operativ versorgt werden. Zuvor fanden umfangreiche Untersuchungen statt. Der Eingriff selbst dauerte fast einen halben Tag. Nach abgeschlossener Behandlung konnte Idris Ende September zurück zu seiner Familie gebracht werden. Die Salzburger Landeskliniken haben diesen Fall als humanitären Fall betrachtet und hierfür keine Rechnung gestellt.

Idris startet nun voller Hoffnung und Zuversicht in ein neues Leben. Allen Unterstützern danken wir von Herzen.

Unterstützung für eine Familie in Mindanao / Philippinen
Die humanitäre Lage auf Mindanao, gekennzeichnet durch eine komplexe Mischung aus politischen Konflikten, extremen Umweltgefahren und den daraus resultierenden Vertreibungen und Armut, bedroht die langfristige Entwicklung und Stabilität der Region. Taifune, Monsunregen, Erdrutsche und Erdbeben sind häufig und zerstören Lebensgrundlagen, wie erst kürzlich durch ein starkes Erdbeben. Armut auf Mindanao ist ein tief verwurzeltes Problem, das eng mit langjährigen bewaffneten Konflikten, Landkonflikten und der Benachteiligung indigener und muslimischer Bevölkerungsgruppen zusammenhängt, was zu höheren Armutsraten als im nationalen Durchschnitt führt, trotz reicher Naturschätze und Bemühungen um Friedensabkommen. Die Situation ist komplex, geprägt von Ungleichheit, Arbeitsmigration und der Herausforderung, wirtschaftliche Entwicklung mit Friedensförderung zu verbinden.

Seit Jahren betreue ich eine Familie, die in Jasaan, in der Nähe von Cagayan lebt. Der Vater der vierköpfigen Familie war im Sommer plötzlich an einer schweren Nierenerkrankung verstorben. Allein die Beerdigungskosten überforderten die Familie, die in einer einfachen Bambushütte in Jasaan lebt. Dann kam die Tayfunsaison, die die Philippinen mit aller Härte getroffen hatte. Zahlreiche Häuser wurden zerstört und nutzbare Fläche vernichtet.

Nach kurzer Planung wurde entschieden, das Haus der mittellosen Familie neu aufzubauen. Hierzu konnte ein erfahrener Arbeiter aus Cebu gewonnen werden, der gemeinsam mit den vier Kindern und einigen Nachbarn ein neues Haus innerhalb von fünf Wochen baute. Am Sonntag, den 14 Dezember, konnte das neue Haus der Familie übergeben werden. Die Kinder haben nun eine trockene und sichere Unterkunft.

Ausblick für das Jahr 2026

Nachdem im Jahr 2024 das Neugeborenen-Hörscreening in über 30 Geburtskliniken in Tadschikistan eingeführt wurde, sollen nach den guten Erfahrungen auch die verbliebenen 31 Geburtskliniken mit der Messmethode ausgestattet werden, die eine Schwerhörigkeit unmittelbar nach der Geburt diagnostizieren kann. 
Hierzu wurde ein Förderungsantrag gestellt, der jedoch noch nicht genehmigt wurde. 

Mit der Erweiterung des Programms könnte künftig nahezu jedes neugeborene Kind im Land frühzeitig untersucht und bei Bedarf rechtzeitig behandelt werden.

Bitte helfen Sie mit!

TajikAid dankt allen Unterstützerinnen und Unterstützern für die großartige Hilfe bei der Umsetzung unserer Projekte!!

Spendenkonto: Sparkasse Krefeld
IBAN: DE63 3205 0000 0002 8749 64
BIC: SPKRDE33XXX