Chance Bildung
Bildung braucht mehr als Unterricht
Damit Schulen funktionieren können, braucht es mehr als engagierte Lehrkräfte. Eine angemessene Ausstattung und verlässliche Infrastruktur sind essenziell. Nur so entstehen sichere Lernorte, an denen Kinder sich entwickeln und entfalten können. Doch in vielen Regionen der Welt sieht die Realität ganz anders aus. Staatliche Verantwortung bleibt oft aus, und die Menschen werden mit den Herausforderungen allein gelassen. Bildung wird zur Privatsache – doch wie soll das funktionieren, wenn große Teile der Bevölkerung kaum genug zum Leben haben? Dabei ist Bildung der Schlüssel, um Armut zu überwinden Zukunftsperspektiven zu schaffen und ein selbstbestimmtes Leben zu führen – ohne dauerhafte Abhängigkeit von externer Hilfe. Jeder Mensch sollte die Chance auf Bildung bekommen. Denn echte Hilfe bedeutet: Hilfe zur Selbsthilfe.
Gerade in einem Land wie Uganda, in dem rund 40 % der Bevölkerung jünger als 15 Jahre ist, zeigt sich die Dringlichkeit besonders deutlich. Die Zahl der Kinder, die auf Zugang zu grundlegender Bildung angewiesen sind, ist enorm. Um dieser Mammutaufgabe gerecht zu werden, braucht es viele Schulen – und vor allem Schulen, die funktionieren. Doch häufig fehlt es an elementaren Dingen: Schulmöbel, Lehrmaterialien, sauberes Wasser oder funktionierende Sanitäranlagen. Unsere Unterstützung konzentriert sich daher auch auf genau diese grundlegenden Voraussetzungen. 2024 konnten wir mit über 30.000 Euro die Bedingungen an mehreren Bildungseinrichtungen unserer Partner*innen verbessern – und so rund 1.300 Kindern und Jugendlichen einen besseren Zugang zu Bildung ermöglichen. Damit wir auch weiterhin helfen können, brauchen wir Ihre Unterstützung. Aktuell werden an zwei Grundschulen in Uganda dringend Toiletten benötigt. Mit nur 3.000 Euro kann eine Toilettenanlage gebaut werden – und damit die hygienischen Bedingungen für viele Kinder grundlegend verbessert werden.
Internate in Ostafrika: eine wichtige Lösung für den Zugang zu Bildung
Anders als in Deutschland ist die Internatsunterbringung von Schüler*innen in Ostafrika weit verbreitet. Während Internate hierzulande oft als elitär gelten und eher die Ausnahme sind, erfüllen sie dort einen ganz praktischen und oftmals notwendigen Zweck: Viele Kinder müssen weite, teils gefährliche Wege zurücklegen, um überhaupt eine Schule zu erreichen. Daher sind viele Grund- und Sekundarschulen als sogenannte Boarding Schools organisiert. Ein Großteil der Schüler*innen lebt dort in ärmlich ausgestatteten Schlafsälen, oft mit 40 oder mehr Hochbetten in einem kleinen Raum – Privatsphäre gibt es hier nicht. Und doch sind viele Familien dankbar für die Möglichkeit, die Kinder vor Ort an der Schule unterzubringen - wenn sie sich diese Unterbringung leisten können. Denn Internatsunterbringung bedeutet zusätzliche Kosten zu den ohnehin bestehenden Schulgebühren. Die hygienischen Bedingungen sind angesichts der Enge oft katastrophal. Dennoch überwiegen die Vorteile: Die Kinder sparen lange Schulwege, sind folglich weniger erschöpft und besser vor potenziellen Gefahren wie Übergriffen geschützt.
Außerdem erhalten so auch Kinder aus abgelegenen Regionen Zugang zu Bildung – ein wichtiger Schritt für mehr Chancengleichheit. Aus diesem Grund unterstützen wir immer wieder Projekte wie den Bau neuer Schlafsäle. Ein aktuelles Beispiel ist die St. Padre Pio Grundschule in Mbalala, Zentral-Uganda. Während es dort bereits zwei Schlafsäle für Mädchen gibt, fehlt eine angemessene Unterbringung für die Jungen. Deshalb schlafen aktuell 115 Jungen in zwei notdürftig umfunktionierten Klassenräumen, wodurch zwei Unterrichtsräume momentan nicht zur Verfügung stehen. Das möchten wir ändern.
Geplant ist der Bau eines eigenen und angemessenen Schlafsaals für die Jungen – ein sicherer Ort zum Schlafen und Ausruhen. Um dieses wichtige Projekt umzusetzen, fehlen uns derzeit noch 20.000 Euro. BITTE HELFEN SIE MIT! Jede Spende bringt uns dem Ziel ein Stück näher und schenkt diesen Jungen eine bessere Lern- und Lebensperspektive. Spenden Sie unter dem Stichwort „Bildung fördern“ auf folgendes Konto: DE4230050110 0010179026
Was tun Frauen in Afrika für die Bildung ihrer Kinder?
In vielen Teilen Afrikas sind es vor allem die Frauen, die sich tagtäglich für die Bildung ihrer Kinder einsetzen – oft unter schwierigen Bedingungen. Trotz gesellschaftlicher Benachteiligung und struktureller Ungleichheiten übernehmen afrikanische Mütter eine zentrale Rolle, wenn es darum geht, ihren Kindern den Schulbesuch zu ermöglichen. Das erleben auch wir bei STARTHILFEKENIA. Die Frauen, die im Mikrokreditprogramm von vision:teilen sind, sind die treibende Kraft hinter dem Schulbesuch. Sie wissen, dass der Weg aus der Armut NUR über Bildung möglich ist. Oft verzichten sie auf persönliche Bedürfnisse, um das Schulgeld oder die Schuluniformen zu bezahlen. Das Einkommen von Frauen und die Möglichkeit der Bestimmung, wie dieses eingesetzt wird, spielt hier eine große Rolle.
Frauen organisieren sich aber auch zunehmend in lokalen Gruppen, um Bildungsinitiativen zu unterstützen. In vielen Dörfern und Städten gibt es Frauengruppen, die Schulmaterialien kaufen oder sich für den Bau von Schulgebäuden einsetzen. Mancherorts helfen sie sogar beim Schulunterricht mit oder unterstützen Lehrer*innen bei der Betreuung der Kinder. Bei STARTHILEKENIA steht daher unser Team diesen Frauen mit Rat und Tat zur Seite. Der Austausch und die offene Kommunikation untereinander, hilft Probleme gemeinsam zu lösen.
Herausforderungen bleiben groß
Armut, Gewalt, politische Instabilität und mangelnde staatliche Unterstützung erschweren den Zugang zu guter Bildung. Auch patriarchale Strukturen und mangelnde Entscheidungsfreiheit bremsen oft aus. Doch der Wille der Frauen, ihren Kindern eine bessere Zukunft zu ermöglichen, bleibt stark. Bei STARTHILFEKENIA spielt das Empowerment auch in dieser Hinsicht eine wesentliche Rolle. Denn der Beitrag, den Mütter hier leisten, ist unvergleichlich und unersetzlich. Durch die Einkommen, die Frauen über STARTHILFEKENIA generieren, wird der größte Teil in die Schulbildung der Kinder gesteckt. Afrikanische Frauen leisten einen oft übersehenen, aber enorm wichtigen Beitrag zur Bildung. Sie sind Mütter, Lehrerinnen, Mentorinnen und Aktivistinnen – manchmal alles gleichzeitig. Ihr Einsatz, ihre Opferbereitschaft und ihre Hoffnung sind das Fundament für den Bildungsfortschritt in vielen afrikanischen Gesellschaften.
Wer Bildung in Afrika fördern will, sollte deshalb vor allem eines tun: die Kraft der Frauen unterstützen und stärken.
FRAUEN STÄRKEN, BILDUNG FÖRDERN
Sister Edinah Kayugi aus Kenia weiß, wie man Frauengruppen anspricht und empowert. Die neue Landeskoordinatorin von STARTHILFEKENIA arbeitet seit Januar diesen Jahres für das Mikrokreditprogramm STARTHILFEKENIA von vision:teilen international und ist mit vollem Herz und Einsatz dabei. Auf die Frage, ob es ihrer Ansicht wichtig ist, Frauen in der kenianischen Gesellschaft zu stärken, antwortet sie ohne Zögern:
„Ja, es ist absolut notwendig, Frauen in der Gesellschaft zu unterstützen. Frauen sind das Rückgrat von Familien und Gemeinschaften, und wenn sie gestärkt werden, hat das eine transformative Wirkung. Die Unterstützung von Frauen fördert nicht nur ihre Familien, sondern stärkt auch die gesamte Gemeinschaft, indem sie das Wirtschaftswachstum, die Bildung und das allgemeine Wohlbefinden fördert. Ich bin davon überzeugt, dass die Stärkung der Frauen die Grundlage für eine nachhaltige Entwicklung und einen dauerhaften Wandel bildet.“
BITTE HELFEN SIE MIT!
In Kenia und Uganda haben sich insgesamt 150 Frauen organisiert, die aktuell auf einen Kredit warten, um sich mit einem Kleingewerbe selbstständig zu machen. Mit dem Ertrag wollen sie vor allem auch die Bildung ihrer Kinder sichern. BITTE HELFEN SIE MIT UND NTERSTÜTZEN SIE IHREN EINSATZ. Spenden Sie unter dem Stichwort „Bildung fördern“ auf folgendes Konto: DE45 3606 0295 0030 6870 19