Hilfe für Straßenkinder in Brasilien

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Brasilien / Soziales

„Sein Leben gehört den Straßenkindern in Tinguá“
Padre Renato Chiera braucht für seine Arbeit mit Straßenkindern in Rio unsere Unterstützung!

Situation

In Brasilien leben etwa sieben Millionen Kinder auf der Straße; oft wissen sie nicht, woher oder wann sie die nächste Mahlzeit bekommen. Sie sind in ihrer hilflosen Lage Gewalt, Drogen, Kriminalität und Willkür von Erwachsenen schutzlos ausgesetzt. Nicht zuletzt durch die Wahl des ultrarechten Bolsonaro zum Brasilianischen Präsidenten, hat sich die Diskussion um die Situation der vielen Straßenkinder erneut aufgeheizt.

Schon vor mehr als 30 Jahren gründete Pater Renato Chiera den sozialen Verein „Casa do Menor“ in der brasilianischen Pfarrgemeinde „Sao Miguel Arcanjo“, Miguel Couto, am Slumgürtel um Rio de Janeiro. Sein Ziel ist es seitdem die Situation der Straßenkinder zu verbessern. In den Vorstädten Brasiliens Metropolen, allen voran Rio de Janeiros, spielen Gewalt und Drogen eine große Rolle im Leben von Kindern und Jugendlichen. Der Konsum der Billigdroge Crack und von Alkohol ist allgegenwärtig und bietet den jungen Menschen in vielen Fällen die einzige Möglichkeit ihre Realität für einen Augenblick zu vergessen.

Um den Straßenkindern eine andere Perspektive aufzuzeigen, setzt der dort tätige italienische Pfarrer Renato Chiera ein Zeichen der Hoffnung und christlicher Nächstenliebe. Der 77 Jahre alte Priester und Dr. der Philosophie konnte uns bei seinem letzten Besuch mit seiner gleichgebliebenen Energie, Lebensfreude, Begeisterung für sein Projekt sowie der bedingungslosen Liebe zu diesen Kindern überzeugen, dass seine Arbeit wertvoll und hoffnungsspendend ist und Leben verändert. In den Einrichtungen Padre Chieras bekommen die Kinder wieder eine Heimat, ein Zuhause, Bezugsper­sonen, die sie gernhaben, statt sie ständig zu verfolgen und zu bedrohen.


Hilfsansatz und Zielgruppen

Vor 33 Jahren hat Padre Chiera die „Kinderhäuser“ (Casa do Menor) ein­gerichtet, zuerst in der Baixada Fluminen­se, dem großen Armutsviertel von Rio de Janeiro, aber inzwischen auch in mehreren Bundesstaaten Brasiliens. Hier erfahren die­se Kinder, dass sie angenommen, geliebt sind, hier können sie eine Ausbildung machen und den Anschluss an die Gesellschaft finden.  Hauptziel ist es, den Jugendlichen positive Lebenskonzepte und Anregungen für eine aktive und suchtfreie Freizeitgestaltung zu geben, sowie die Möglichkeit, sich zu selbstständigen Menschen zu entwickeln. Pro Jahr nehmen bis zu 2.500 Kinder und Jugendliche an den Aktivitäten der verschiedenen Einrichtungen der Casa do Menor teil und werden hier mit dem Wichtigsten versorgt.



Ziele und Maßnahmen

Durch den Zugang zu Betreuungs- und Bildungseinrichtungen sowie Werkstätten, werden die Kinder zu einem eigenverantwortlichen Leben befähigt und es werden Ihnen alternative Perspektiven zu einem Straßenleben, geprägt von Drogen und Kriminalität, aufgezeigt. Die Straßenkinder erfahren hier Geborgenheit und ganzheitliche Förderung. Sie haben diverse Möglichkeiten zur beruflichen Qualifizierung durch ein Ausbildungszentrum, eine Schule und ein Kultur- und Sportzentrum. Das ganze Angebot steht mittlerweile auch den Kindern und Jugendlichen aus der Region offen.
Die Casa do Menor wird mittlerweile von vielen Organisationen weltweit unterstützt.
Im Speziellen unterstützt vision:teilen derzeit ein Präventionsprojekt gegen Alkoholkonsum. Durch die gezielte Aufklärungsarbeit der Jugendlichen und ihren familiären Netzwerken und die Einbindung der Jugendlichen in eine Vielzahl von Freizeitaktivitäten und perspektivschaffenden Beschäftigungen, sollen das Selbstbewusstsein und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten gestärkt werden. Lehrer, Schul- und Jugendsozialarbeiter werden im Bereich Suchtprävention weitergebildet.
Ihnen werden Methoden und Techniken vermittelt, um Kinder und Jugendliche für die Themen Sucht und Drogenkonsum zu sensibilisieren.

Bereits abhängige Jugendliche haben die Möglichkeit in einem eigens dafür eingerichteten Hasues  (mit Platz für 20 Jugendliche) betreut zu werden. Sie erhalten hier psychologische Betreuung, werden sozial eingebunden und es wird ihnen bei einer Neustrukturierung des Lebens geholfen. Auch die Familien der Betroffenen erhalten Unterstützung.



Benötigte Mittel

In Brasilien fehlt es an vielem, vor allem an für die Bedürfnisse der Kinder ausgebildeten Fachkräften und Materialien für die Arbeit mit ihnen.

Derzeit suchen wir ganz konkret nach Spenden für die geplante Sensibilisierungsarbeit mit den Jugendlichen, verschiedene geplante Workshops in Schulen und den Jugendzentren sowie für die Unterstützung der politischen Arbeit der Casa do Menor.

Ergebnisse und Dokumentation

Wir sind in stetigem Austausch mit Padre Renato Chiera und dem Team der Casa do Menor. Zur Abrechnung der Gelder und Information über die Aktivitäten werden Berichte verfasst und Bildmaterial geschickt.

Wir danken Padre Renato Chiera und seinem Team von ganzem Herzen für das unermüdliche Engagement, sowie die Liebe und Aufmerksamkeit gegenüber den Bedürfnissen der Kinder.

Unterstützen

Bitte unterstützen Sie Padre Chiera unter dem Stichwort: 2019-9-1

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Ansprechpartner

Manuela Vollbrecht
Referentin Internationale Projekte
vision:teilen e.V.
Schirmerstrasse 27
40221 Düsseldorf
Email: projekte(at)vision-teilen.org 

 

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