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Kenia / Lokale Ökonomie

Situation

Nyabera Village ist ein kleines Dorf direkt am Viktoriasee in Kenia. Die Region ist geprägt von einem semiariden Klima. Es herrscht extremer Niederschlagsmangel. Dünne Vegetationsdecken und harte Erosionserscheinungen durch Wind und Regenfälle, gepaart mit Versandungen der Böden, sind die Folge.

Aufgrund der ungünstigen klimatischen Bedingungen, praktizieren die Einwohner nur kleinzellige Subsistenzwirtschaft. Hauptsächlich werden Cassava, Millet und Sorghum angebaut. Die Erträge reichen kaum aus um sie selbst zu ernähren, geschweige denn Produkte zum Verkauf anbieten zu können. Es leben 50 Familien im Dorf, 70% davon unter der Armutsgrenze in einfachen Lehmhütten, oft ohne Wasseranschluss und sanitäre Anlagen. Es wird verunreinigtes Wasser aus dem Viktoriasee als Trinkwasser genutzt aber auch um damit zu kochen und zu waschen etc. Dies hat Krankheiten wie Cholera, Amöben oder Ruhr zur Folge. Es fehlt an Schulen und Krankenhäusern. Jugendliche haben keine berufliche Perspektive, oft keinen Schulabschluss und enden meist in der Arbeitslosigkeit. Alkoholismus ist ein vorherrschendes Problem.

Hilfsansatz und Zielgruppen

Auf Initiative einer Gruppe von Jugendlichen und dem erklärten Willen der Dorfbewohner der Erosion in Nyabera durch Wiederaufforstung den Kampf anzusagen, ist ein landwirtschaftliches Projekt entstanden, das viel Potenzial für die Zukunft hat.

Nach der Kontaktaufnahme zu nationalen Forschungsinstituten wurde ein Plan aufgestellt, wie durch das Anpflanzen von spezifischen Pflanzensorten die Bodenerosion bekämpft und die Fruchtbarkeit des Bodens verbessert werden können. Zur Vermehrung sollen Jungpflanzen aus Samen und Stecklingen gezogen und in einer Baumschule kultiviert werden. Die Abgabe und der Verkauf der Pflanzen an die einheimische Bevölkerung wird von Aufklärungsseminaren zur Pflege und zum wirtschaftlichen, aber auch zum medizinischen Nutzen der Pflanzen begleitet werden.

Ziele und Maßnahmen

Ziel des Projektes ist es, durch den Verkauf von Jungpflanzen für die Jugendlichen und ihre Familien eine neue Einkommensquelle zu schaffen und so ihre Lebensqualität zu verbessern. Zugleich wird durch das Anpflanzen klimatisch angepasster Pflanzen weitere Erosion verhindert und die Bodenfruchtbarkeit verbessert, so dass in Zukunft mit erhöhten landwirtschaftlichen Erträgen zu rechnen ist. Darüber hinaus ist die Baumschule ein erster Schritt im Aufbau neuer Wertschöpfungsketten entlang des Rohstoffs Holz.

Benötigte Mittel

Bewässerungseinrichtungen, Saatgut, Pflanzerden und Dünger

Ergebnisse und Dokumentation

Das Projekt wird von unserem vision:teilen Sekretariat in Molo, Kenya koordiniert und beaufsichtigt. Regelmäßige Besuche stellen den Erfolg des Projekts sicher und ermöglichen ein schnelles Eingreifen im Falle von unerwarteten Komplikationen und Veränderungen.

Ansprechpartner

vision:teilen e.V.
Schirmerstrasse 27
40221 Düsseldorf
Email: projekte@vision-teilen.org

 

 

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